In Mauretanien, Westafrika
Nationalpark Banc d'Arguin in Bildern.
Entlang der Atlantikküste Mauretaniens erstreckt sich der Nationalpark Banc d'Arguin, eine UNESCO-Welterbestätte von außergewöhnlicher ökologischer Bedeutung. Dort, wo die Dünen der Sahara auf die kalten, nährstoffreichen Gewässer des Atlantiks treffen, bilden weite Gezeitenflächen, flache Buchten und Sandbänke eines der bedeutendsten Überwinterungsgebiete für wandernde Küstenvögel der Erde. Millionen von Vögeln, darunter Flamingos, Pelikane, Löffler, Seeschwalben und Watvögel, fallen alljährlich in diese Gewässer ein, nachdem sie Tausende von Kilometern aus Nordeuropa und Sibirien geflogen sind. Der Park ist zudem Heimat einer seltenen menschlichen Bevölkerung, des Volkes der Imraguen, das die Gewässer noch immer mit traditionellen Methoden und lateinersegelnden Booten befischt, mitunter unterstützt von wilden Delfinen, die den Fang zusammentreiben helfen. Unter der Oberfläche beherbergen die Seegraswiesen Schildkröten, Delfine und eine der letzten saharischen Populationen von Mönchsrobben. Den Park bei Sonnenaufgang mit dem Boot zu erkunden, dahingleitend an Wolken wirbelnder Vögel vorbei, während die Wüste am Horizont flimmert, ist ein stilles, spektakuläres Erlebnis. Abgelegen und von schroffer Schönheit, ist Banc d'Arguin ein Treffpunkt zweier Welten, Sand und Meer, wie man ihn nirgendwo sonst findet.