In Guinea-Bissau, Westafrika
Cacheu in Bildern.
Cacheu ist eine der ältesten europäischen Siedlungen Westafrikas und ein Ort von tiefer, oft düsterer historischer Bedeutung. Im sechzehnten Jahrhundert von den Portugiesen am breiten, schlammigen Cacheu-Fluss gegründet, wuchs die Stadt zu einem bedeutenden Handelsposten und einem der frühesten Knotenpunkte des transatlantischen Sklavenhandels an diesem Küstenabschnitt heran. In ihrem Herzen steht die kleine, aber eindringliche Fortaleza de Cacheu, eine restaurierte Festung, deren Kanonen noch immer übers Wasser hinauszeigen und deren Mauern und Ausstellungen die schmerzhafte Geschichte der Millionen Afrikaner erzählen, die in Gefangenschaft durch die Region zogen. Eine Handvoll Statuen und Denkmäler rund um die Stadt laden zum stillen Nachsinnen über dieses schwierige Kapitel und sein anhaltendes Erbe in der afrikanischen Diaspora ein. Jenseits ihrer Geschichte ist Cacheu ein verschlafener, atmosphärischer Ort mit niedrigen Kolonialbauten, staubigen Gassen und freundlichen Einheimischen aus den Völkern der Felupe, Manjaco und anderen Küstenvölkern. Die umliegenden Mangroven des Cacheu-Flusses bilden einen geschützten Naturpark, eines der größten Mangrovenreservate Westafrikas, belebt von Vögeln, Affen und dem langsamen Pulsschlag des Flusslebens. Cacheu bietet Reisenden Geschichte, Natur und Besinnung zu gleichen Teilen.